Was für Tage sind das, an die wir uns erinnern?

Von Tag zu Tag und von Jahr zu Jahr wird unser Leben mit neuen Erlebnissen und Erfahrungen gefüllt. Wenn man die Flut an Dingen, die wir tagtäglich Erfahren und Erleben und die sich so auf unserem Weg angesammelt haben, mal rückblickend betrachtet, scheint es ein riesiges Abenteuer zu sein in dem wir stecken. Kein Moment in dem nichts geschieht. Wie auch immer wir uns fühlen, das Leben lebt weiter und zeigt uns seine Lebendigkeit wo immer wir hinschauen.

Manchmal aber empfinde ich dieses  Abenteuer alles andere als aufregend, dann ist mir alles ein kleines Stück zu viel. Zu viele Gedanken, zu viele Empfindungen, zu viele Dinge die um mich kreisen. Und wenn dann ein Regenschauer, so wie er es heute schon seit den frühen Morgenstunden, die Welt zu verlangsamen scheint, fühle auch ich mich ein bisschen verlangsamt.

Dann durchstöbere ich die festgehaltenen Augenblicke des vergangen Sommers und frage mich was das für Tage sind, zwischen all diesen Tagen, an die wir uns erinnern? Eine schier endlos erscheinende Aneinanderreihung von Tagen, gefüllt mit noch mehr Dingen, die uns berührt und bewegt haben. Was bleibt von diesen Tagen? Beim Blick auf die Bilder, merke ich, dass es für mich die Tage des letzten Sommers waren, an denen ich mich von Sorgen und Gedanken losgelöst in den Tag gestürzt habe und mich einfach habe treiben lassen. Ohne Vorlesungen, ohne Verpflichtungen habe ich die Augenblicke auf mich zukommen lassen und bin mit ihnen mitgetanzt als sie vorüberzogen.

Barfuß, mit tropfendem Eis in der Hand, über den warmen Asphalt laufen.  Mit Kreide den Straßen etwas Farbe einhauchen und einen Eismann damit glücklich machen. In den eiskalten Kanal springen, in der sonne trockenen und sich dabei Geschichten vorlesen. Ziellos mit dem Fahrrad die Gegend erkunden und mit einer analogen Kamera vom Flohmarkt Fotos schießen, ohne zu wissen ob sie überhaupt noch funktioniert. Oh, diese Tage sind hängen geblieben. Nicht nur in meiner Erinnerung, auch in meinem Herzen. Haben mich wochenlang zehren lassen und füllen mich auch jetzt noch, bei dem Gedanken an sie,  mit Wärme und dieser gewissen Ruhe.
Ich möchte mich öfter bewusst für diese Tage entscheiden.



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8 Kommentare

  1. tolle fotos! wo genau ist das? münster? :)
    liebe grüße
    www.pseud-o-nym.blogspot.de

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    1. Danke dir. Die meisten Bilder sind in Münster, ein paar in Düsseldorf!

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  2. Ein Traum!! Super toll

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  3. Sehr schöne Bilder :) ich liebe analoge Fotos, fotografiere aber selbst leider zu selten analog wegen Geld Mangel und weil ich ein bisschen ungeduldig bin :D

    Liebste grüße <3

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  4. Ich mag die Entwicklung, in der sich dein Blog befindet...schöne Sprache, gehaltvolle Texte, aber das Sahnehäubchen sind immer noch deine Fotos! Würde mich freuen, wenn du noch mehr Bilder deiner Indien-/Thailandreise veröffentlichen würdest und beschreiben würdest, inwiefern die Erfahrung dich beeinflusst hat und ob du beabsichtigst, bald wieder zurückzukehren. Liebe Grüße

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  5. Ach deine Bilder haben mal wieder dazu beigetragen, dass ich glücklich bin in Münster zu wohnen :)

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  6. du schreibst so wunderschön...kann so gut mit empfinden, bin gerade auch so in einem heute - vergangeheit dilemma.. strange sowas!

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  7. So ein schöner Text und wundervoller Fotos!
    Liebst, Sophie.

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